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Bergbauschaustollen

Teilnahme bei Gammas an - Kinder- und Jugendsommer 2015
Wenzel Radimsky Gedenkmesse am 18.10.2015
Die Pölfing-Brunner Knappen begrüßen den neuen Pfarrer Mag. Markus Lehr


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Die Glanzkohlenlager im sogenannten "Wieser Revier" bildeten die Grundlage für die Brunner Gruben, die zu den größten und modernsten der damaligen Monarchie zählten. Mehr als ein Jahrhundert hindurch wurde der Ort Pölfing-Brunn vom Kohlebergbau geprägt. Mit der Einstellung des letzten Werkes Pölfing-Bergla im Jahre 1976 kam das Ende der Bergbauepoche. Der Schaustollen soll an die 175jährige Bergbauzeit des Ortes Pölfing-Brunn erinnern. Mit pensionierten Bergleuten und einem erfahrenen Steiger sowie mit Unterstützung durch die Marktgemeinde und unter der Federführung des Kulturvereines wurde in den Jahren 1987/1988 in den Kellergewölben der ehemaligen Werksschule ein Kohlebergbau nachgebildet, der sehr naturgetreu die schwere Arbeit der Bergleute unter Tage aufzeigt.

In einem Ausstellungsraum wird mit zahlreichen Exponaten die Entstehung der Kohle gezeigt. Mit Bild- und Dokumentationsmaterial werden die Brunner Gruben, der Gründer der Kohlengesellschaft Wenzel Radimsky, die Arbeitersiedlung "Kolonie", die Eisenbahn, die Werksschule u.v.m. dargestellt. Eine 10minütige Ton-Dia-Schau vervollständigt die Dokumentation. Mit Schutzhelmen ausgerüstet geht es über ein holzgezimmertes Gesenke, vorbei an einer Nische, in der die Heilige Barbara verehrt wird, in den zweiten Ausstellungsraum. Im Mittelpunkt steht hier ein Bergmann im traditionellen Bergmannskittel. An der Wand befindet sich das Roßgeschirr eines Grubengaules, welches noch im Werk Jagernigg eingesetzt war. Weiters kann man ein Modell eines Kohlebergwerkes mit Hauptförderschacht, Maschinenhaus, Speration, Wetterschacht und ein kalorisches Krafwerk besichtigen.

In Wandvitrinen werden verschiedene Geleuchte gezeigt, von der Öllampe (Krotenschnabel) über die Karbidlampen zu den elektrischen Kopfleuchten. Ein Schaukasten enthält die im Bergbau eingesetzten Sprengmittel. Weiters gibt es hier noch verschiedenes bergmännisches Bildmaterial und historische Bilder von den Nachbarbetrieben. Ergänzend werden in weiteren Vitrinen Mineralien aus der Umgebung gezeigt. Es steht auch ein Prägestock zum Schlagen einer Erinnerungsmünze zur Verfügung.

 

Den eigentlichen Schaustollen betritt man, begleitet von originalen Geräuschen, über eine Grundstrecke mit Schienen. Nach einer Drehplatte sieht man in einem kurzen Vortrieb einen beladenen Grubenhunt. Mit farbigen Lämpchen kann hier auch die Schussfolge bei einer Vortriebssprengung demonstriert werden. Verschiedenes Gezähe (Werkzeug) steht in einer Nische. Weiters gibt es hier ein Förderband, verschiedene Eisenstempel und Eisenzimmerung, aber auch die herkömmliche Holzzimmerung ist zu sehen. Luttenrohre mit Lüfter zeigen die Wetterführung (Belüftung) in der Grube. In der Steigerkammer gibt es ein Grubentelefon, eine Grubenkarte, Rettungsgeräte und weiteres Gezähe. Im eigentlichen Abbau selbst liegen ein Panzerförderer, schwere Abbauhämmer und Bohrhummeln. Durch die niedere Abbauhöhe kann man sich gut die knieende und oft auch liegende Arbeit des Bergmannes vorstellen. Ein ca. 80 Jahre alter Pinsch (hölzener Grubenhunt) wie er in den Brunner Gruben verwendet wurde, vervollständigt die Arbeitsweise der Bergleute. Durch das Zuhandnehmen der Gezähe kann der Besucher selbst die schwere Arbeit des Bergmannes nachempfinden.

 

2015 wurde der Schaustollen renoviert. Der Vorführraum wurde neu gestaltet und der Schauraum im Keller saniert. Eine Sprengung mit Ton und Licht wird simuliert. Eine Videovorführung des Abbaues auf Flatscreen und ein Beamer Einsatz im Vortragsraum ist möglich.

 

Die Hauptschachtgedenkstätte zum Gedenken an die verstorbenen Bergleute entstand 2005 aus einem Schulprojekt und wurde 2015 in mühevoller Arbeit renoviert, neu gestaltet und zu einer würdigen Gedenkstätte umgebaut.

Informationen zu unseren Führungen:

Ing. Franz Haindl:                           Tel.: 0677/ 61 25 3492, E-Mail: f.haindl56@gmail.com

Marktgemeindeamt Pölfing-brunn: Tel.: 03465/ 3000-0,      E-Mail: gde@poelfing-brunn.at 

Karl Sommer:                                 Tel.: 0664/ 59 48 756,   E-Mail: glueck-auf@gmx.at 

 

 

Eintrittspreise:

  • Kinder von 0 bis 4 Jahren:   € 0,00
  • Kinder von 5 bis 15 Jahren: € 1,50 
  • Gruppen ab 10 Personen:   € 2,50 pro Person
  • Erwachsene:                        € 3,50
  • Gratiseintritt für alle auf dem ZWEI und MEHR-Steirischen Familienpass eingetragenen Kinder von 5 bis 15 Jahren in Begleitung mindestens eines Erwachsenen.
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